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 Zodiac Signs - The Beginning

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Shiori
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BeitragThema: Zodiac Signs - The Beginning   Do 17 Mai - 10:48

Ich wünsche euch viel Spaß~

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Mizu

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   So 20 Mai - 12:20


Köln | auf der Games-Con | allein
Ich strich mir meine braunen Haare zurück, von denen mir einige Strähnen ins Gesicht gefallen waren, während ich auf mein Handy gestarrt hatte. 11:45 Uhr. Natürlich war ich wieder in meiner Übereifrigkeit überpünktlich an meinem Verabredungsort eingetroffen. Nun konnte ich noch 15 Minuten warten. Ein Seufzen ging über meine Lippen, während ich meine Gewissenhaftigkeit, was abgemachte Uhrzeiten anging, innerlich verfluchte, da diese Fluch und Segen zu gleich war. Ich hoffte nur inständig, dass sich meine Verabredung nicht verspäten würde. Etwas, was ich überhaupt nicht ausstehen konnte.
Unbewusst fing ich an auf meine Unterlippe herumzubeißen, während ich meinen Blick über die Umgebung schweifen ließ.
Der Platz vor der Kölner Messe, der sich direkt an der Hauptstraße befand, wurde gekennzeichnet durch das stetige kommen und gehen von anderen Besuchern, teilweise auch pulsartig überflutet aufgrund des langsam vorankommenden Einlasses. Ich konnte die Damen und Herren der Security kaum noch sehen, die hinter einen Einlassdurchgang standen, um die Taschen der Heranströmenden zu untersuchen. Weiter hinten konnte ich die Massen um eine Ecke verschwinden sehen, wo sich -wie ich schon von der Rollplay-Convention wusste- der Eingang befand.
Mein Griff glitt automatisch zu meiner Hosentasche, um zu kontrollieren, ob das ausgedruckte Ticket noch an Ort und Stelle war. Immerhin brauchte ich den QR-Code auf diesen, um überhaupt zu den Rolltreppen zu gelangen, die zu den Messehallen führte. Gott sei dank hatte ich die PDF des E-print-Tickets noch in meinem Postfach, sodass ich zur Not auch dieses noch nutzen konnte. Jedoch fühlte ich mich gleich viel wohler, wenn ich etwas Materielles bei mir hatte. Irgendwie konnte ich mich noch nicht ganz an diese ganze Digitalisierung gewöhnen.
Auch wenn ich natürlich alles Rund um Computer und Games liebte. Nicht umsonst wartete ich gerade hier vor der Games-Con auf meine Begleitung. Mein Blick glitt zu einen der Plakate, die im aufwendigem Design dieses ankündigte und auch einige Namen wie Bethesda, Ubisoft und CD Projekt Red teaserten. Spontan konnte ich mich nicht entscheiden, worauf ich mich am Meisten freute. Jedoch hoffte ich, dass mir genug Zeit bleiben würde, um mir alles Wichtige anzuschauen und auszuprobieren. Der Anblick der Menschenmassen machte diese Hoffnung aber ein wenig zu Nichte.
Mein Blick glitt wieder zu meiner Handyuhr, die mir nun 11:57 Uhr entgegenstrahlte.
Ich rückte die Träger meines Rucksackes zurecht, in dem ich etwas zu trinken und zu essen und meine Geldbörse verstaut hatte. In meiner Geldbörse hatte ich definitiv genug Geld mit, um mein Nerd-Herz während des Aufenthaltes glücklich zu machen.
Ich fragte mich, ob ich mich mit Maya in Realität genauso gut verstehen würde, wie virtuell. Dieses lebensfrohe Mädchen hatte ich bei Overwatch kennen gelernt. Und da wir uns auf Anhieb gut verstanden hatten, hatten wir öfter miteinander gespielt. Irgendwann stellten wir schließlich fest, dass wir beide aus unseren Heimatstädten nach Köln reisen würden, um bei der Games-Con dabei zu sein und hatten spontan entschlossen, die Welt der Videospiele gemeinsam zu durchqueren.
Ehrlich gesagt war ich etwas nervös und vorfreudig zu gleich.
Suchend sah ich mich in der Menschenmenge um.





Sønderborg | in seiner Apotheke | allein -> Kunde
Das Licht eines Computerbildschirmes erhellte mein Gesicht, während ich die Plausibilität meiner Rezeptur prüfte. Ich hatte an diesem Morgen ein Rezept einer alten Dame erhalten, die von ihrem Hautarzt eine Creme verschrieben bekommen hatte. Natürlich lag es nun an mir, dass ich diese herstellte und vorher überprüfte, ob die Dosierung stimmte und die Zusammensetzung von Grundlage und Arzneistoff überhaupt zusammenpasste. Oder ob die Rezeptur überhaupt für die Krankheit geeignet war. Manche würden dies vielleicht als pingelig empfinden, jedoch ist es schon öfter vorgekommen, dass der Arzneistoff gar nicht in der Grundlage, die der Arzt verordnet hatte, stabil war und stattdessen in diesem zerfallen würde.
Jedoch schien bei diesem Rezept alles in Ordnung zu sein, sodass ich das Herstellungsprotokoll ausdruckte und neben den schon bereit gestellten Substanzen legte. Diszipliniert und pingelig genau wog ich alles ein und packte die Kruke an den Topitec, um die Rührarbeit einem Gerät zu überlassen. Schmunzelnd musste ich kurz daran denken, wie ich mich in meinem Studium abgeplagt hatte, den Arzneistoff homogen zu verteilen. Nun musste ich mir darüber keine Gedanken mehr machen.
Im letzten Schritt verpasste ich der Kruke noch ein Etikett und stellte die fertige Creme mit der Abholnummer in mein Abholregal bereit.
Den Kittel, den ich bei der Herstellung getragen hatte, ließ ich an. Die Apotheker waren sich in diesem Punkt uneins, ob ein Kittel nicht zu streng oder distanziert wirkte. Ich jedoch fühlte mich in diesem ziemlich wohl.
Mein Blick glitt durch mein Backoffice, während ich meine PTA vorne mit einem Kunden sprechen hören konnte. Es war zwar unüblich, dass Apotheker in die Rezeptur gingen, jedoch hatte ich mit der Zeit gefallen an diesem Arbeitsgebiet gefunden und entlastete damit meine Arbeitskraft. Außerdem konnte ich so immer noch am Besten überprüfen, ob auch alles vernünftig durchgeführt worden war.
Eine PKA besaß ich nicht, sodass ich mir in meinem Handy die Uhrzeiten eingespeichert hatte, an denen ich die Bestellungen der Ware an die Großhändler verschicken musste. Gott sei Dank kam dies in einer kleinen Stadt wie Sønderborg nur zwei Mal pro Tag vor. Die Verbuchungen der Arzneimittel konnte ich auch gut neben dem Betrieb durchführen. Zugegeben musste ich um jeden Kunden kämpfen, den ich besaß. Die Meisten aus der Gegend empfanden es Leichter in einer Versandapotheke zu bestellen, als ihren Weg in meine Apotheke anzutreten. Ich musste also nicht erwähnen, dass mein Plus immer weiter abnahm.
Seufzend betrat ich nun den vorderen Teil meiner Apotheke, der sehr offen und einladend gestaltet worden war. Außerdem war die Sichtwall hinter mir -dort wo sich die freiverkäuflichen Arzneimittel befanden- niemals leer und immer ordentlich.
Ich setzte ein Lächeln auf und stellte mich ordentlich vor meinem Beratungstisch hin, als ich beobachtete, wie sich die Eingangs-Glastüren bei Seite schoben und der bekannte Glockenton erklang, wenn ein Kunde meine Apotheke betraten oder verließen.

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   So 20 Mai - 21:17


Svínafell | im Ort -> Ferienwohnung | allein -> mit Damon
Ich atmete tief die angenehm frische Luft ein, die mich erwartete, als ich das Taxi verließ, das mich vom Flughafen nach Svínafell gebracht hatte. Svínafell war ein Ort in der Nähe eines Nationalparks, der einen wunderschönen See und ein paar Gebirge aufzuweisen hatte.
Schlagartig durchströmten mich Glücksgefühle, als ich die kleinen Hütten sah, die in unterschiedlichen Farben angestrichen worden waren. Ich hatte schon immer nach Island reisen wollen und endlich hatte ich mir meinen Traum zusammensparen können. Neben dem Schauspielstudium war dies keine leichte Sache -zumal ich von Neuseeland einen langen Reiseweg hatte- jedoch hatte ich im Gefühl, dass es sich jetzt schon mehr als gelohnt hatte. Sicherlich konnte ich hier einige angenehme Tage verbringen, einfach den Stress abstreifen und neue Energie tanken.
Der Ort schien nicht gerade viel besiedelt zu sein, jedoch störte mich dies nicht. Tatsächlich empfand ich die wenigen Menschen als eine gelungene Abwechslung. Wenn ich wollte, konnte ich immer noch in eine der größeren Städte fahren.
Ich stellte meinen Koffer neben mir ab, während ich aus meiner Handtasche eine Stadtkarte fischte und versuchte mich etwas zu orientieren. Der Taxifahrer hatte mich leider nicht direkt bis zu meiner Ferienwohnung gefahren, sondern etwas zentraler im Ort rausgeworfen. Er meinte, dass man das Haus sowieso nur zu Fuß erreichen konnte und er nicht befugt war dort vorzufahren. Also musste ich wohl oder übel den restlichen Weg zu Fuß hinter mich bringen.
Ehrlich gesagt war ich während der Taxifahrt noch genervt von diesem Umstand gewesen, jedoch war dies nun wie weggeblasen.
Schließlich hatte ich mir einen ersten Überblick verschafft und stapfte mit meinem Rollkoffer in die Richtung, von der ich glaubte, dass sie die Richtige war, los. Während meines Weges genoss ich weiterhin die Natur und konnte es kaum erwarten den Nationalpark zu erkunden.
Ich war auch nicht lange unterwegs bis ich schon die nächste Biegung nahm und verstand, was der Taxifahrer gemeint hatte. Es befand sich eine Art Schotterweg vor mir. Dieser schlängelte sich durch das satte Grün einige Meter weit von der Hauptstraße entfernt. An dessen Ende in etwa 300 Meter Entfernung konnte ich zwei Häuser erkennen. Eines davon musste meine Ferienwohnung sein. Vermutlich das Kleinere von den beiden.
Ich grummelte leicht in mich hinein, während ich meinen Koffer irgendwie über diesen Weg buchsierte. Es war wirklich nervtötend anstrengend und senkte meine Stimmung wieder ein wenig. Hätte sich der Hausbesitzer nicht einen besseren Weg zulegen können?
Während ich mich den Häusern näherte, musterte ich beide etwas. Das Linke von Beiden war das Kleinere. Generell machte es einen süßen Eindruck. Es besaß nur die Erdgeschossetage und einen schönen blauen Anstrich. Außerdem wurde es von zurechtgestutzten Büschen und kleinen Blumenbeeten umrandet. Von außen machte es schon einmal einen ordentlichen Eindruck. Einen Vorgeschmack auf die Inneneinrichtung hatte ich schon über die Internetseite bekommen.
Nun glitt mein Blick zu dem Haus, das sich zwar in der Nähe befand, aber doch einen Abstand von einigen Metern aufwies. Vermutlich wohnte dort der Besitzer der Ferienwohnung. Im Gegensatz zu dieser, war es Doppelstöckig und in einem schlichten Hellgrau angestrichen. Alles in Allem machte es einen recht luxuriösen Eindruck.
Schließlich kam ich an der Haustür der Ferienwohnung an und klingelte. In der Email hatte ein gewisser Damon De Santis geschrieben, dass er dort auf mich warten würde, um mir die Schlüssel zu übergeben und alles Wichtige kurz durchzusprechen.
Ich richtete meine Anziehsachen und Haare kurz, als sich die Holztür auch schon öffnete und den Anblick auf meinem Gegenüber freigab. Augenblicklich legte sich ein Grinsen auf meine Lippen, während ich ihn verstohlen und schnell musterte. //Na, du siehst aber nicht schlecht aus.//
Ich streckte ihm die Hand entgegen. „Sie sind wahrscheinlich Herr De Santis. Ich bin Faith Dawn, die Mieterin.“



Svínafell | bei seiner Ferienwohnung -> zu Hause | mit Faith -> allein -> mit Blake
Ich öffnete die Tür, als es klingelte und blickte auf eine rothaarige Frau hinab, die mir auch schon im selben Moment die Hand entgegenstreckte. Kurz gönnte ich mir die Zeit sie aufmerksam zu begutachten und stellte fest, dass sie rein äußerlich schon einiges hermachte. Langsam zog ich eine Augenbraue hoch, während sich ein zufriedenes Schmunzeln auf meine Lippen legte. Hätte ich mir eine süßere Mieterin wünschen können? Vermutlich nicht. Und während ich sie so betrachtete und in meinen Augen ein undefinierbares Glitzern glitt, legte sie leicht irritiert die Stirn kraus. Oh ja, mit ihr konnte ich mir einige schöne Dinge vorstellen.
Aber alles zu seiner Zeit.
„Genau der bin ich“, sagte ich schließlich und nahm ihre Hand galant in meine, um sie gerade mit dem richtigen Druck zu schütteln. Ihre Haut fühlte sich weich und zerbrechlich an, jedoch war es nicht das, was mich schlagartig so verwirrte. Während ich ihre Hand in meiner hielt, glitt mein Blick auf mein Handgelenk. Ich hatte doch noch gar kein Whiskey getrunken. Also bildete ich es mir wahrscheinlich nicht ein, oder? Denn auf meiner Haut schien sich langsam ein Zeichen zu bilden. Ein Zeichen meines Sternzeichens. Und im allen Überdruss fing es auch noch an zu glühen.
Hastig zog ich meine Hand weg, so als hätte ich mich verbrannt, während ich vollkommen irritiert auf das Zeichen starrte, dass sich nun langsam wieder auflöste und bald schon nicht mehr zu sehen war.
„Was er wohl hat? Er sieht zwar gut aus, aber er verhält sich komisch.“
Meine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Rothaarige, die mich nun mit einem zögerlichen Blick musterte.
„Was hast du gesagt?“
Ich blinzelte mehrere Male, während sich meine Nackenhaare aufstellten, als pulsartige Schwingungen über meinen Körper hinwegglitten und mich wie eine unsichtbare Umarmung umschlossen. Zu meiner eigenen Verwirrung kam noch eine Zweite hinzu und ich hatte das Gefühl, als würden sich diese beiden Emotionen zu einer gewaltigen Gewitterwolke zusammenbrauen. Kurz stockte mir der Atem, während mich dieses Gefühl, das sich nicht nach meinem anfühlte, drohte zu erdrücken.
Was war denn nur los mit mir?
„Ich?“, begann Faith und legte ihren Kopf leicht schief, sodass ihr Haar ihr wie Wellen über die Schulter fielen. „Gar nichts.“
Ich räusperte mich. Egal, was gerade mit mir los war, ich sollte das hier schnell hinter mich bringen und das Weite suchen, bevor ich noch irgendwelche anderen peinlichen Aktionen startete. Außerdem begann sich in meiner Magengrube ein dumpfes Gefühl der Wut auszubreiten. Ich hasste es, wenn ich Dinge nicht verstand. Und das hier war alles andere als normal! Zudem hatte ich das Gefühl, als würde sich mir ein fremder Geist aufdrängen. Ein Gefühl, das ich spontan als eines der Schlimmsten befand.
„Irgendetwas… stimmt hier nicht.“, hörte ich sie sagen. Obwohl ich mir in diesem Punkt überhaupt nicht mehr sicher war. Ich musterte sie. Ob sie das Gleiche spürte? War das überhaupt relevant?
Ich zwang mich, den Schlüssel für die Wohnung aus meiner Hosentasche zu holen und ihn ihr entgegen zu strecken.
„Wenn du irgendwelche Fragen hast, ich wohne ja neben an. Schönen Aufenthalt“, presste ich hervor, während ich mich hastig an ihr vorbeidrückte und ins Freie trat, sobald sie mir das Stück Metall abgenommen hatte. Ich spürte ihren Blick auf mir liegen, auch wenn ich es nicht sehen konnte, während ich halb flüchtend über meinen Rasen zu meinem Haus stampfte. Und mit jedem Schritt konnte ich wieder besser atmen. Mit jedem Schritt verschwand diese fremde Emotion aus meinem Körper und ließ wieder Platz für meine eigenen Gefühle.
Drehte ich vielleicht durch?
Ich schlug die Haustür hinter mir etwas zu fest in die Angeln, um mich danach an das kühle Holz zu lehnen und einmal tief durchzuatmen. //Ganz cool, Damon. Du bist doch noch nie so bei einer Frau abgedreht.//
Aber mir war auch noch nie zuvor ein Zeichen auf der Haut erschienen. Instinktiv hob ich meine Hand und untersuchte mein Handgelenk. Jedoch konnte ich wieder nichts erkennen. Kurz keimte Hoffnung in mir auf, dass ich es mir vielleicht doch nur eingebildete hatte. Vielleicht hatte es irgendwo eine Spiegelung gegeben und ich hatte es nur als Löwen-Sternzeichen identifiziert, weil mir mein Gehirn ein Streich gespielt hatte? Vielleicht hatte sie wirklich laut mit sich gesprochen, ohne es selbst zu merken? Immerhin kannte ich diese Frau gar nicht und wusste dementsprechend auch nicht, ob sie einfach eine komplett Irre war.
Eine gutaussehende Irre… aber das änderte daran ja nichts.
Ich nickte. Das musste es sein.
Erleichtert strich ich mir durch das Haar, während sich mein Blick automatisch auf ein Bild richtete, das in einem Rahmen an meiner Wand hang. Dort konnte man mich mit meinem besten Freund Blake sehen, Arm in Arm auf dem roten Teppich auf irgendeiner der vielen Veranstaltungen, die dieser aufgrund seiner Firma besuchte. Was mich wieder daran erinnerte, dass gerade jemand auf mich wartete.
Endlich glitt wieder ein Grinsen auf meine Lippen und langsam fühlte ich mich wieder wie ich selbst, während ich den Flur durchschritt, mein Wohnzimmer betrat und schnurstracks auf meine Hausbar zu marschierte. Ich brauchte jetzt dringend einen Dring.
Während ich mir in einem Kristallglas etwas von meinem Lieblinsgwhiskey einschüttete, warf ich einen kurzen Blick auf mein Sofa, wo entspannt zurückgelehnt mein bester Freund saß. „Willst du auch was? Ich weiß, ist noch etwas früh, aber… glaube mir. Ich brauch das jetzt.“

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   So 20 Mai - 21:37


London | Zuhause -> im Café | allein
Seufzend schloss ich die Tür zu meinem Haus auf und betrat mein trautes Heim. Sija, meine kleine pechschwarze Katze, trat geräuschlos aus der Küche und miaute leise. Sie war erst einige Wochen alt, fühlte sich jedoch schon ganz wie Zuhause. Sie hatte bestimmt schon Hunger, und ich wollte eigentlich nur duschen und meinen Feierabend genießen. Ich setzte ein Lächeln auf, schloss die Tür und hockte mich hin, um gleich darauf meine Hand nach ihr auszustrecken. "Hey, Süße. Mama ist wieder da.", flüsterte ich meiner Katze zu. Sie kam langsam näher, rieb ihren Kopf an einer Handfläche und schnurrte. Niedlich war sie ja wirklich, und sie würde auch noch ein gutes Stück wachsen. "Du hast bestimmt schon Hunger, nicht wahr?" Wie zur Bestätigung miaute sie ein weiteres Mal. "Dann komm." Ich richtete mich wieder auf und betrat die Küche, um meine Katze zu füttern. Sija kletterte mittlerweile ohne große Mühen auf einen Küchenstuhl und sprang dann auf den Tisch. Irgendwie wollte sie immer auf dem Tisch essen, doch da ich sie nicht daran gewöhnen wollte, stellte ich ihren Napf immer auf dem Boden ab. Ich wollte nicht, dass sie auf dem Tisch aß. Eine allzu verwöhnte Katze wollte ich nun wirklich nicht haben. "Guten Hunger. Ich bin duschen, in Ordnung?" Ich streichelte ihr über den Rücken, kraulte ihr ein Ohr und ließ sie dann in Ruhe fressen.
Im Flur hängte ich meine Jacke auf, zog meine Schuhe aus und legte meine Tasche ab. Der Tag war wirklich anstrengend gewesen, meine Beine schmerzten ein wenig von dem langen Tag und ehrlich gesagt hätte ich nichts gegen ein schönes warmes Bad einzuwenden gehabt...wenn da meine beste Freundin Kate sich nicht gemeldet hätte.
Hey Maus, hättest du in circa zwei Stunden Zeit? Ich lad dich auf einen Café im Louvre ein, muss dir mega viel erzählen Wink
Kate hatte letzten Monat einen Typen im Club kennen gelernt, mit welchem sie seitdem öfter ausging. Sie hielt mich auf dem Laufenden, aber ehrlich gesagt interessierte es mich nicht sonderlich. Sie schwärmte nahezu von ihm, jede freie Minute und es nervte einfach nur noch. Allerdings hatte ich sie auch seit einer Woche nicht mehr gesehen...
Okay, ich geh eben duschen und fahr dann los Smile, schrieb ich ihr daher und eilte die Treppen nach oben.
Nachdem ich geduscht hatte, zog ich mich eilig an und nahm die Treppen nach unten. Sija war in der Küche nicht aufzufinden, also sah ich im Wohnzimmer nach. Sie spielte mit einem Wollknäuel, was echt mega niedlich aussah. Dieser Anblick ließ mich lächeln. "Sija, ich bin wieder weg. Allzu lang werde ich nicht weg bleiben, ja? Bis bald. Mach keinen Unsinn." Sie stoppte, sah mich an und lief zu mir, um sich an ein Bein anzuschmiegen, leise zu schnurren und danach spielte sie einfach weiter. Es tat mir zwar leid sie immer allein lassen zu müssen, aber bald würde die weitere Katze kommen, dann wäre sie nicht mehr so allein.
Also warf ich mir eine Jacke über und verließ mein Haus wieder. Ich machte nur fünf Schritte bis zum Auto, schloss meinen kleinen Käfer auf und stieg ein. Es dauerte nicht lang, bis ich endlich losfuhr und am Café ankam. Da Kate nirgends zu sehen war, setzte ich mich schon mal hin und bestellte einen Latte Macchiato. Der Kellner lächelte und ging, da vibrierte auch schon mein Handy. Es war Kate. Sie würde es doch nicht mehr schaffen, ihre Bekanntschaft hätte spontan gefragt, ob sie Zeit hätte. Aber sie würde die Zeit auf jeeeeden Fall mit mir nachholen. Typisch Verliebte. Kaum hatten sie jemanden und puff - Freunde sind einem egal. Es war nicht das erste Mal, dass sie mich wegen ihm versetzt hatte. Zwar hatte ich sehr viel Geduld und Verständnis, aber allmählich überstrapazierte sie es ein wenig.
Ich kochte vor Wut und antwortete ihr einfach nicht. Da hätte ich besser direkt Zuhause bleiben sollen...der ganze Abend war für mich gelaufen.


Svínafell | bei Damons Ferienwohnung | bei Damon
So, wie Damon hereinspaziert kam, wusste ich direkt, dass etwas nicht stimmte. Und das, obwohl er nur mit dem Rücken zu mir stand, da er sich einen Drink ins Glas eingoß. "Keine Sorge. Ich wusste es sofort. Es ist dein weird-Rücken-Ausdruck.", meinte ich schmunzelnd und richtete mich etwas auf. "Also? Was ist vorhin passiert? Du hattest mal erwähnt, dass eine Mieterin aufkreuzen würde. Hast du sie gerade getroffen?" Falls ja, dann war sie wohl ziemlich gut aussehend. Damon würde solche Frauen niemals verschmähen. Ich ebenso wenig - allerdings würde ich nicht sofort etwas mit ihnen anfangen. Naja, wir konnten wohl über Frauen und andere Themen reden, aber ich war von uns beiden der Gentleman. Wenn Damon jemals eine Frau fürs Leben finden würde, dann würde ich vor dieser Frau meinen Hut ziehen. Aber davor noch müsste ich mich zuerst einen Hut anschaffen. Ich besaß keine.
Wenn ich sogar so darüber nachdachte, sollte ich mir auch mal so langsam eine Freundin suchen. Im Gegensatz zu Damon wollte ich zu hundert Prozent heiraten. Ob ich Kinder wollte wusste ich noch nicht, aber hey - Damon würde der Trauzeuge werden. Allerdings gab es zu viele Frauen, die einfach nur auf mein Geld aus waren...und dies erschwerte meine Suche nur noch mehr nach meiner Traumfrau. Eigentlich traurig.
Eilig verwarf ich meine Gedanken, sah zu Damon welcher sich mittlerweile umgedreht hatte und warf ihm ein schiefes Grinsen zu. "Ich bin ganz Ohr, mein Freund."

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Mayra

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   So 20 Mai - 22:11


London (Hotelzimmer) -> im Café // mit Choko -> mit Lianna und Choko

Heute war wirklich kein guter Tag.
Erst dieser beschissene Traum und jetzt bekam ich die Gedanken davon auch einfach nicht los! Nicht einmal während der Fortbildung und nun, wo ich wieder in meinem Hotelzimmer war, war es wieder nur noch schlimmer und präsenter.
Ich lag auf den Rücken und hatte die Beine leicht aufgestellt, sah auf meine Oberschenkel, knapp oberhalb des Knies. Ich starrte viel zu oft darauf. Und irgendwie hasste ich diese Stelle mittlerweile. Leicht biss ich mir auf die Unterlippe und konnte den Blick dennoch nicht von meinem Bein abwenden. Ich verstand es immer noch nicht und fragte mich auch, ob ich mir das alles nur eingebildet hatte. Seit damals hab ich es nie wieder gesehen. Das Ding auf meinem Bein. Aber es hatte so...real ausgesehen. Und das war ja nicht einmal alles gewesen. Auch mein Kopf hatte verrückt gespielt. Keine Ahnung, ob ich auf irgendeinen Trip damals war ohne es zu  bemerken, aber...ja, ich hatte mich so verbunden gefühlt. Das hatte ich zuvor noch nie so verspürt. Aber wahrscheinlich hatte ich mich da ebenfalls nur in etwas hineingesteigert. Etwas gesehen, was niemals war. Mir schien, als hätte ich unbedingt etwas >Besonderes< haben wollen. Und das war mein wirklicher Fehler in der ganzen Geschichte gewesen. Und obwohl ich damit abschließen wollte, ließ mein Kopf einfach nicht. Nächte wie diese mit solchen Träumen waren der beste Beweis dafür.
Erst als ich den warmen Körper von Choko spürte, der sich brummend auf dem Bett breiter machte und sich dabei an mich drückte, entspannte ich wieder ein wenig. Meine Hand suchte das Fell meines treuen Begleiters und kraulten ihn etwas am Ohr, was ihn wieder zum Brummen brachte. Dieses mal nur viel zufriedener.
Mein Kopf drehte sich zur Seite und ich sah meinen Hund an. Ich hatte schon immer eine Schwäche für Rottweiler gehabt. Und auch wenn er jetzt schon ausgewachsen war, sah ich in ihm immer noch meinen verspielten und verschmusten kleinen Schatz.
„Wieso jetzt schon wieder mh?“, murmelte ich vor mich hin als ich mich ganz zu meinem Hund umdrehte und mich an sein Fell kuschelte. Choko ließ es einfach brav über sich ergehen. Wenigstens ein Kerl, auf den Verlass war!
Ich schüttelte den Kopf und setzte mich abrupt auf, was auch Choko aufschreckte und weswegen er mir einen fast beleidigten Blick zu warf.
„Nein verdammt noch mal! Es war nur ein Traum. Genug gegrübelt. So lass ich den Tag nicht enden!“ Ich strubbelte Choko über den Bauch bevor ich mich aus dem Bett schwang. Ich suchte mir frische Kleidung aus meinem Schrank heraus und verschwand in das kleine aber feine Bad.
Ich hatte mich heute wirklich angestrengt bei der Fortbildung und viel gelernt. Ich sollte meine Freizeit nutzen. Ich würde nicht hier liegen bleiben und nichts tun. Ich war in London! Auch wenn ich solche großen Städte wirklich nicht mochte, hatte diese hier einen gewissen Charme. Ich sollte mir die Stadt einfach etwas ansehen. Wenn ich schon einmal hier war, konnte ich das beste daraus machen.
Mittlerweile summte ich sogar leise als ich die Dusche ausstellte und in meine frischen Sachen schlüpfte. Meine Haare würden an der Luft trocknen, das reichte, also schnappte ich mir gleich meine Tasche und die Hotelschlüssel sowie Chokos Leine. Ich hatte ihn nicht zu Hause in Rumänien lassen können bei irgendeiner Pflegestelle, wenn ich mehrere Tage in London war. War zwar nicht leicht ein geeignetes Hotel zu finden, aber alles war irgendwie machbar wie unser Aufenthalt hier bewies.
„Komm Großer! Heute ist kein Tag zum Faulenzen.“
Ein leises Lachen entwich mir als Choko förmlich angerast kam und ich ihn schließlich an die Leine nahm.

Ich war dankbar, dass das Wetter heute ebenfalls mitspielte und mir meine Pläne nicht durchkreuzte. Choko selbst lief brav Fuß neben mir her auch wenn die ganzen neuen Eindrücke seine Aufmerksamkeit wirklich auf die Probe stellten.
Und ich musste sagen, London war schön. Laut und hektisch, wie jede Großstadt, aber dennoch schön. Auf seine Art und Weise. Die Bauwerke waren wirklich unglaublich. Ich mochte diese Stil.
Ich blieb nach einer Weile vor einem Café stehen. Das war wirklich schick aus und eine kleine Pause konnten wir wohl gut vertragen. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob Hunde hier erlaubt waren. Ich konnte aber auch kein Schild erkennen, was dagegen sprach. Als ich mich umsah, konnte ich gerade keine Bedienung erkennen, aber eine junge Frau saß an einem Tisch. Sie sah nett aus...vielleicht konnte sie mir mehr sagen? Hoffentlich verstand sie mich gut genug. Ich arbeitete zwar immer an meinem Englisch, aber ich war immer unsicher, ob es gut genug war.
„Hallo. Entschuldigen Sie die Störung.“ Ich trat zu ihr an den Tisch und lächelte entschuldigend. „Ähm...ich komme nicht von hier. Sind Hunde hier in dem Café erlaubt?“ Ich hoffte, sie verneinte nicht. Sonst war mir das wirklich unangenehm und ich würde mich so schnell es ging wieder verziehen.

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Oh, in den Gassen wie Ratten im Schatten,
In Schmutz und in Schande geboren
Sind wir Verfluchten, die nie etwas hatten,
Der Abschaum verlorener Ehr´
Ein jeder von uns hat die Hälfte des Lebens
Gehustet, gehungert, gefroren,
Ein jeder von uns, oh, der flehte vergebens,
Der Teufel war hinter uns her,
Ja der Teufel war hinter uns her.

-Versengold; In Schmutz und in Schande-
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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Mo 21 Mai - 16:31

Deutschland, Köln (Games Con) / Allein -> Auri


O mann waren hier viele Leute, wie sollte ich da Auri finden, dachte ich mir als ich das Außengelände der Games Con betrat. Ich hatte es etwas eilig, um pünktlich bei unserem ausgemachten Treffpunkt zu sein. Die Straße hier in Köln waren nämlich proppe voll...besonders bei so einem Event, wie dem hier, weswegen ich erst kurz vor 12:00 den Vorplatz erreichte. Gut, dass ich meine Gamerfreundin bereits von Fotos kannte...Aber die Unmengen von Menschen stellten dennoch ein Problem dar, aber das würde ich schon hinkriegen. Ich blickte mich somit um und suchte nach langen, braunen Haaren. Davon fand ich auch so einige. Ich quatschte dann aber einen Hinterkopf an, den ich für meine Verabredung hielt: "Auri, da hab ich dich endlich gewunden", begrüßte ich die junge Frau, die sich umdrehte nachdem ich meine Hand auf ihre Schuler lag. Ich erwartete große blaue Augen, doch ich erhielt braune und ein verwirrtes Gesicht meines Gegenübers. Ich entschuldigte mich für die Verwechslung und zog weiter, um die nächste "Fake-Auri" anzusprechen, welche diesmal grüne Augen hatte und voll mit Piercings war. Mensch, von hinten waren sie aber echt zum Verwechseln ähnlich mit meiner Overwatch-Partnerin. Beim dritten mal musste es aber doch mal klappen und ich stellte mich vor ein Mädel, dass ich diesmal wirklich für die "Wahre-Auri" hielt und tatsächlich erkannte ich ein mir ein bekanntes Gesicht. "Auri? Hey, freut mich dich endlich mal persönlich kennen zu lerne", begrüßte ich sie freudig und klopfte dabei auf ihre Schulter. "Ich hoffe du wartest nicht zu lange?", fragte ich besorgt, da ich in der Eile gar nicht nachschauen konnte, ob ich es pünktlich geschafft hatte. "Falls ja, tut es mir leid, aber das war gar nicht so einfach dich bei diesem Menschenauflauf ausfindig zu machen", musste ich leider zu geben. "Mensch, du hast aber auch echt viel Double  hier rumlaufen...zumindest von hinten", sagte ich lachend. "Wollen wir rein? Und was möchtest du als erstes besuchen?", fragte ich die Brünette, um auch sie endlich mal zu Wort kommen zu lassen. Das ich nicht immer so viel reden sollte wusste ich, aber es fiel mir trotzdem schwer, aber ich hoffte rechtzeitig die Kurve gekriegt zu haben und blickte die junge Frau fragend an, mit der ich Online schon viele lustige Stunden verbrachte. Jap, ich würde sicher eine tolle Zeit mit Auri hier verbringen. Ich freute mich jedenfalls riesig endlich da zu sein.
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Xali

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Di 22 Mai - 19:25


Juneau (Alaska), auf dem Nachhauseweg → seine Wohnung | allein → mit Anneka

Als ich die Bar verließ, war es noch ziemlich früh am Nachmittag. Die Sonne stand hoch am Himmel und ihre warmen Strahlen schafften es tatsächlich, die eisige Kälte für ein paar Stunden zu verdrängen.
Es war ganz angenehm, zur Abwechslung mal eine Zeit lang nicht die Nachtschicht übernehmen zu müssen. So hatte ich die Möglichkeit, die etwas wärmeren Tage voll und ganz zu genießen. Nicht, dass ich es nicht mochte, Tag und Nacht in eine glitzernde weiße Decke aus Schnee und Eis gehüllt zu sein, aber die wenigen Wochen, in denen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt lagen, waren mir einfach zu wenig. Ich vermisste den Sommer… Einen richtigen Sommer! Der aufgeheizte Sand unter den Füßen, die Hitze der Luft, Eis essen, im Meer schwimmen…
Zwei Jahre war das alles nun schon her und ich hatte es immer noch nicht geschafft, mich komplett an die bittere Kälte Alaskas zu gewöhnen. Bereut hatte ich meinen Ortswechsel bisher trotzdem nicht. Im Warmen sitzen, konnte jeder! Für mich war die Herausforderung und das Abenteuer, das ich mir selbst ausgesucht hatte, einfach zu verlockend gewesen. Und so war ich hier gelandet und stapfte tagein, tagaus, in Wintersachen gehüllt durch die Schneedecke. Momentan konnte man es sogar ohne Mütze, Schal und Handschuhe aushalten. Ein Sommer war das zwar definitiv nicht, aber dass sich die Temperaturen momentan in den Plusgraden befanden, war dennoch deutlich spürbar.
Mit entspannten Schritten schlenderte ich die Straße entlang, die mich immer weiter weg vom Stadtzentrum und immer näher zu meiner Wohnung brachte. Der Neuschnee von letzter Nacht war unter der milden Wärme der Sonne beinahe komplett weg geschmolzen und erweckte fast schon einen Hauch von Frühling… wenn man genug Fantasie besaß! Und nicht wusste, dass es August war! Aber es gab Schlimmeres. Mein Fußweg war nicht weit und das Wetter bewahrte mich davor, dass mir die Kälte zurück in die Knochen kroch.
Das Wohnhaus selbst lag vollkommen still und verlassen vor mir. Um diese Uhrzeit waren die meisten Mieter noch unterwegs und noch nicht wieder zurück. Ich wusste allerdings von einer Person, die ganz sicher in ihrer Wohnung vorzufinden sein würde.
Mit großen Schritten übersprang ich jede zweite Stufe, um schneller auf meiner Etage anzukommen. Auf den Fahrstuhl zu warten, dauerte mir zu lange und war außerdem zu langweilig. Ich musste einfach in Bewegung sein!
Mit einem Klacken drehte ich den Schlüssel im Schloss, schob die Tür auf und trat vorfreudig in die warme Wohnung. Sonne war zwar schön und gut, aber nichts ging über eine gute alte Heizung! Schade, dass in unserem Wohnhaus keine Kamine erlaubt waren. Wenn es so wäre, würde ich sogar jeden Tag freiwillig Holz hacken gehen – aber das war bisher alles nur eine Vorstellung in meinem Kopf. Real war dagegen mein knurrender Magen, der mir laut verkündete, dass es bereits höchste Zeit für eine warme Mahlzeit war!
Schnell hatte ich mir die Jacke von den Schultern gestreift, die Schuhe ausgezogen und alles beim Gehen achtlos in die Ecken geworfen. Weit kam ich allerdings nicht, bevor sich vor mir ein ungeahntes Hindernis auftat: Sand!
In mehreren kleinen Häufchen war er in regelmäßigen Abständen auf dem Laminatboden verteilt wurden. Ich wusste beim besten Willen nicht, was ich davon halten sollte.
„Ann???“ rief ich in lauter Stimme quer durch den Flur, damit man mich bis ins Wohnzimmer hören konnte, das am anderen Ende des Flurs lag. „Du hast da Sand im Flur verloren!“
„Den habe ich nicht verloren, der liegt da mit Absicht! Nicht reintreten!“ kam prompt ein Ruf zurück.
Nicht reintreten war allerdings leichter gesagt als getan, wenn der Flur nur noch aus ganz viel Sand und 5% Flur bestand. Kurzerhand zog ich mir einfach meine Socken aus und überbrückte die Distanz bis zum anderen Ende mit wenigen Sprüngen. Dort angekommen, bog ich allerdings nicht ins Wohnzimmer ab, sondern verschwand direkt in die andere Richtung in der Küche. Es waren immer noch Nudeln vom gestrigen Abend übrig und warteten nur darauf, von mir verspeist zu werden. Schnell Hände waschen und dann konnte es losgehen!
Als ich nur ein paar Minuten später hungrig und mit einem voll beladenen Teller das Wohnzimmer betrat, fand ich Ann am Couchtisch kniend vor, mit einem feinen Pinsel in der einen, und einem komischen versteinerten Ding in der anderen Hand. Ihre langen schwarzen Haare hatte sie in einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Es überraschte mich immer wieder aufs Neue, wie diese Frau ständig in kurzen T-Shirts und kurzen Hosen herumlaufen konnte. Normalerweise war Frauen doch ständig kalt. Das war so etwas wie eine Naturkonstante! Ann war da wohl die Ausnahme. Diese Frau war kälteresistenter als ein Eskimo! Alleine der Gedanke daran, aus meinem wohlig warmen Pullover zu klettern, ließ mich frösteln. Wie gut, dass ich meinen Nachmittag bereits komplett mit Tätigkeiten ausgeplant hatte, die es mir richtig schön warm werde lassen würden!




Juneau (Alaska), ihre Wohnung | mit Veris

Ein todsicheres Indiz dafür, dass Veris Zuhause war, fand man in der Spur aus achtlos an die Seite geworfenen Kleidungsstücken, die sich von der Wohnungstür bis hin zur Küche zog. Warum er seine Sachen nicht einfach direkt an die Seite legen oder gleich wegräumen konnte, würde mir wohl ewig ein Mysterium bleiben. Wahrscheinlich war das so ein typisches Männerding… Ein Revierverhalten, wie bei Hunden. Ich konnte mir schon vorstellen, wie der Flur jetzt aussah, nachdem Veris eben in die Küche verschwunden war. Einzig der Umstand, dass ich nichts anderes von meinem Mitbewohner und gutem Freund gewohnt war, ließ mich ruhig und gelassen bleiben. Ich hätte den Feinsand eben erst nach seiner Körnergröße sortieren sollen, nachdem Veris da war. Eine Fehlkalkulation meinerseits, aber nun war es ohnehin zu spät. Viel wichtiger war im Moment sowieso, dass ich den kleinen Ammoniten fertig sauber bekam. Er war um einiges kleiner als meine anderen Fossilien und ich hatte auf meine allerfeinsten Pinsel zurückgreifen müssen. Das war wirklich eine Heidenarbeit, die jede Menge Aufmerksamkeit und Konzentration erforderte. Beides wurde in dem Augenblick unterbrochen, als Veris von der Küche ins Wohnzimmer kam und sich mitsamt einem großen Teller Nudeln auf die Couch sinken ließ.
Da ich an der Seite des flachen Couchtisches kniete, die von der Couch am weitesten entfernt war, saß ich Veris sozusagen direkt gegenüber und konnte jede seiner Bewegungen aus den Augenwinkeln mitverfolgen. Dass sein Blick auf mir ruhte, während er aß, konnte ich allerdings auch so deutlich spüren, ohne es sehen zu müssen.
Schon in Schulzeiten hatte es mich maßlos irritiert, wenn mir jemand bei der Arbeit zugesehen hatte. Etwas, dass sich bis heute nicht geändert hatte. Ich konnte also gar nicht anders, als meinen Blick mit einem leicht angespannten “Was?“-Ausdruck zu heben. Veris, der mich während der vergangenen zwei Jahre besser kennen gelernt hatte als sonst irgendwer, konnte meine Blicke inzwischen ohne jegliche Probleme deuten. Auch diesmal verstand er meine nicht ausgesprochene Botschaft sofort.
„Du brauchst dringend ein Hobby.“ teilte er mir mit und brachte mich dazu, fragend die Augenbrauen zu heben. Zu Wort kommen, ließ er mich allerdings nicht, sondern fuhr direkt fort. „Ein richtiges Hobby. Vorzugsweise eins, das keine Steine und keinen Sand in unserer Wohnung verteilt.“
„Ich bin Archäologin, Veris.“
Als würde mein Einwurf rein gar nichts rechtfertigen, fuchtelte Veris mit seiner Gabel ein paar Mal in meine Richtung. „Abgesehen davon, dass kein normaler Mensch Archäologe ist, bist du in Alaska, Ann! Du bist Archäologin in Alaska, dem Innbegriff für Schnee und Eis. Solltest du da nicht irgendwo Ötzi aus dem Eis hauen, anstatt prähistorische Schnecken zu entstauben?“
„Ammoniten.“ verbesserte ich ihn, doch da hatte er sich bereits die nächste Ladung Nudeln in den Mund geschoben. Damit er gar nicht erst auf die Idee kam, mir mit vollem Mund etwas zu erwidern, ergriff ich schnell erneut das Wort.
„Es wäre dir also lieber, ich würde riesige Eisklumpen mit nach Hause bringen und die Raumtemperatur bis unter den Gefrierpunkt absenken, anstatt in einer warmen Wohnung zu sitzen und ein bisschen Sand zu ertragen, der sich ohnehin an den Strand deiner Heimat erinnert?“
Es verging eine Sekunde, vielleicht auch zwei, bevor meine Worte ihre gewünschte Wirkung erzielten und Veris vehement mit dem Kopf schüttelte.
„Vergiss, dass ich was gesagt habe.“ war sein einziges Kommentar, bevor er sich von der Couch erhob, um seinen leeren Teller zurück in die Küche zu bringen. Ich blickte ihm einen Moment lang leicht lächelnd hinterher, bevor ich mich wieder meinem Ammoniten zuwandte.
Es waren Situationen wie diese, in denen ich mich immer wieder darüber wunderte, dass Varis und ich damals so schnell so gute Freunde geworden waren. Eigentlich hatte alles dagegen gesprochen und doch hatte es irgendwie einfach gepasst – obwohl wir beide so verschieden waren…
Unbewusst wanderte mein Blick zu der Stelle an der Seite meines rechten Unterarms, knapp unterhalb der Ellbogenbeuge, wo damals vor knapp zwei Jahren dieses seltsame kleine Symbol aufgeleuchtet war…
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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Do 31 Mai - 22:28

Niederlande, Maastricht /Kindertagesstätte -> Flughafen, allein

"Nicht Anja...Polly mag doch keinen Kleber" Das waren die letzten Worte, die ich sagen konnte, bevor eins der Mädchen meiner Kindergartengruppe einer unseren Puppen Klebstoff in den Mund schüttete. Das ich das gleich wieder sauber machen musste erfreute mich natürlich nicht sonderlich, aber als Erzieherin gehören solche "Vorfälle" eben zur Tagesordnung und ich blieb ganz entspannt und als sie mir den Grund für ihr handeln nannte musste ich lächeln, weil es doch recht niedlich war. "Die kleine Polly hatte so einen Hunger, Nele. Da musste ich ihr doch einfach was zu Essen geben, sie muss doch noch wachsen." Lieb war es ja von Anja gemeint, doch über ein paar Kekse und einen Schluck leckeren Früchtetee hätte sich das Püppchen bestimmt mehr gefreut, welche sie mit ihrem Teddyfreund Brummi bei einer gemütlichen Kaffeekränzchen verköstigen würde. "Darf es noch ein Stückchen Kuchen für dich sein, mein teuerster Brummi?" "Aber gerne, meine Werteste" Das, oder so was ähnliches würden sich die beiden Spielezeuge sagen, in meiner Vorstellung, bei der ich schmunzeln musste. Ich wurde jedoch schnell aus meinem Tagtraum heraus gerissen, als mir einer meiner Schützlinge, ein ausgeschnittenes Herz überreichte. Ich musste zwar Tag ein, Tag aus Windeln wechseln, Rotznäschen weg wischen oder Streitereien schlichten, doch solche und so viele andere Sachen versüßten mir den Tag und waren der Grund weswegen ich meine Arbeit liebte. Aber ich musste auch zugeben, dass ich nach einer acht Stunden Schicht auch recht kaputt war, doch ich war dennoch guter Lauen, denn ich erwartete Besuch einer ganz besonderen Person. Uns verband eine ganz einzigartige Beziehung...Oh, man könnte jetzt denken, ich würde meinen Traummann empfangen, doch so eine kitschige, romantische Beziehung führten wir  nicht. Das was uns verband war eher sehr schräg und seltsam und wir beide konnten uns bis heute noch keinen Reim darauf machen, was das ganze zu bedeuten hatte. Wir besaßen nämlich beide die identischen Zeichen an unseren Körpern, welche aufleuchten, als wir damals zusammen an einem Mammut angekettet haben, um ihn vor seiner Pfählung zu schützen. Als sich unsere Hände beim vorstellen berührten leuchten diese Symbolde auf. Zum Glück hatte das niemand gesehen, außer Alán und mir. Ich hatte es auch nie jemanden erzählt, dafür war das ganze einfach zu verrückt und es würde mir eh nicht geglaubt werden, also teile ich nur mit ihm dieses Geheimnis. Tja und sowas schweißt  halt zusammen.
Ich führ somit zum Flughafen, um mein Besuch abzuholen. Um mir einen kleinen Spaß zu erlauben schrieb ich ein Plakat mit der Aufschrift "Alán Rodrigo Diaz", so wie die Chauffeure und blickte mich nach ihm um.
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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Sa 2 Jun - 2:03


Maastricht//Am Flughafen//Nele

BUMM!
Mit einem gewaltigen Rumpeln setzte das riesige Flugzeug auf der Landebahn des Flughafens auf. Endlich geschafft, halleluja! Ich hatte eine gefühlte Ewigkeit in dieser riesigen Blechbüchse gesessen, und auch wenn ich den größten Teil des Fluges verschlafen hatte, wollte ich mittlerweile einfach nur noch raus, mir die Füße vertreten und dann vielleicht etwas essen. Hier war es mittlerweile später Nachmittag, was für mich dank des Jetlags eher 9 oder 10 Uhr morgens bedeutete, also wäre Frühstück schon nicht schlecht, aber ich würde mich auch nicht gegen einen Teller Spaghetti oder irgendwas anderes… Herzhafteres… Wehren.
Ich beobachtete, wie sich nach und nach die Sitze leerten und die Leute sich in den beiden Gängen zwischen ebendiesen zusammendrängten. Ich hatte nicht so wirklich das Bedürfnis, es ihnen gleich zu tun, immerhin hatte ich ja Zeit, jetzt wo ich gelandet war, und die Koffer würden so oder so nicht früher kommen, oder jedenfalls war das in Argentinien nicht so. Dort ließen sich die Mitarbeiter immer eine Menge Zeit… Ob es hier vielleicht schneller ging? Das wäre natürlich cool.
Es dauerte noch etwa 5 Minuten bis die Türen geöffnet wurden, und dann noch einmal zehn, bis es alle Passagiere, inclusive mir, aus dem Flugzeug geschafft hatten. Wir wurden zum Glück nicht so wie in Buenos Aires in Bussen durch die Gegend gekarrt, sondern konnten direkt in das Flughafengebäude gehen. Das Aussteigen hätte sonst sicherlich mindestens doppelt so lange gedauert, da dieses Flugzeug mit seinen 4 Turbinen und den über 40 Sitzreihen à 10 Plätzen allein in der economy-Klasse ja wahrlich nicht klein war.
Ich schlenderte zusammen mit dem Rest der Passagiere also nun in die Ankunftshalle des Flughafens, wo als erstes eine Passkontrolle auf uns wartete. Ich stellte mich also in einer der Schlangen an und wartete darauf, dass ich dran war. Bei den meisten ging es relativ schnell, sie zeigten einfach ihren Pass, und, falls sie sowas denn brauchten, ihr Visum, und gingen dann weiter zur Gepäckvergabe. Erst kurz bevor ich selber dran war, ging anscheinend irgendetwas schief. Eine junge Frau mit einem schreienden Kind wurde von den Mitarbeitern des Flughafens aufgehalten. Sie wurde zur Seite gewunken, schien aber so ihre Probleme damit zu haben, die Menschen zu verstehen.
Die Schlange bewegte sich weiter, doch ich beobachtete weiter die junge Argentinierin, dessen Kind nicht aufhören wollte zu schreien. Sie war sichtlich überfordert mit der Situation, was dem Mann der vor ihr stand und sie immer wieder nach ihren Papieren fragte, allerdings so gar nicht zu interessieren schien. Ihr englisch klang sehr gebrochen, und irgendwie wirkte sie so, als wäre sie kurz davor, in Tränen auszubrechen. „Sir, Ihre Papiere bitte“ riss mich plötzlich ein genervter Kontrolleur auf Englisch aus meinen Gedanken.
Statt ihm zu antworten, fasste ich mir ein Herz und ging zu der Frau rüber, die die Situation anscheinend noch immer nicht unter Kontrolle gebracht hatte. Ich fragte sie auf Spanisch, ob ich ihr irgendwie helfen könnte, worauf sie mir erleichtert zunickte. Sie bat mich, für sie zu übersetze, weshalb ich Dolmetscher spielte. Als ich ihr sagte, sie wollen nur ihren Pass sehen, nickte sie. Ich nahm ihr ihren süßen kleinen Sohn ab, und wartete darauf, dass sie ihn in ihrer Tasche fand. Sie reichte dem Mann dem von ihrem Sohn zusammen mit einem bunten Zettel, der wohl so etwas wie eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung war und suchte dann weiter nach ihrem eigenen.
Nach einer Weile gab sie es auf und sah mich ganz verzweifelt an. „Ich glaube ich habe ihn im Flugzeug liegen lassen…“ erklärte sie mir. Ich übersetzte das schnell, woraufhin der Mitarbeiter einem anderen Bescheid gab, der der Frau bedeutete, ihm zu folgen. Die erste Wache, der Sohn der Frau, den sie nicht mitnehmen durfte, und ich blieben also nun zurück und wartete auf ihre Rückkehr. Ich versuchte zwischendurch, ein bisschen mit dem Wachmann zu reden, Smalltalk betreiben und die Situation ein bisschen auflockern, doch er war relativ wortkarg, weshalb ich ziemlich schnell aufgab. Irgendwann streckte der Junge dann seine Hand aus, um mit dem Zeigefinger auf den Mann zu zeigen. Ich ging jedenfalls davon aus, dass er nur auf ihn zeigen wollte, ich rechnete nicht mit dem, was als nächstes passierte. Der kleine Junge streckte und reckte sich und stupste mit seinem Zeigefinger die Nase des Mannes an. Aber als wäre das noch nicht niedlich genug, machte er dazu noch den Laut „Boop“.
Ich konnte nicht anders, als zu Grinsen, und auch der Mitarbeiter schien nun endlich ein bisschen aufzulockern, denn auch seine Mundwinkel zuckten ein klein Wenig.
Es dauerte zum Glück nicht mehr so lange, bis die junge Mutter mit einem triumphierenden Grinsen im Gesicht wieder zu uns eilte. Sie reichte schnell dem Flughafenmitarbeiter ihre Papiere, um mir dann ihren Sohn schnell wieder abzunehmen. Während ihre Papiere überprüft wurden, erzählte ich ihr, was ihr kleiner eben gemacht hatte, was auch sie leicht zum Kichern brachte. Ja, der kleine war wirklich ein Süßer.
Schließlich wurden wir endlich alle drei durchgelassen, nachdem auch ich meine Dokumente präsentiert hatte, woraufhin wir uns schnell auf den Weg zur Gepäckausgabe machten. Da die Frau schon genug mit ihrem Sohn zu tun hatte, schnappte ich mir ihre Tasche, um möglichst schnell voranzukommen.
Am Gepäckband angekommen fiel mir auf, dass nur noch unsere Koffer durch die Gegend fuhren. Anscheinend hatte das eben doch länger gedauert als gedacht… Aber gut, so spät dran waren wir auch noch nicht, also hey. Ich hoffte nur dass Nele mir das nicht Übel nahm, immerhin wollte ich sie ja auch nicht zu lange warten lassen. Jedenfalls nicht absichtlich…
Ich besorgte der jungen Frau, die Maria hieß, wie ich nun erfuhr, noch einen Gepäckwagen und stapelte ihre 2 Koffer, die Tasche und den Rucksack ihres Sohnes darauf. Dann schnappte ich mir meinen eigenen und zusammen machten wir uns auf den Weg zum Ausgang. Es war noch relativ voll, denn anscheinend waren eben viele Flugzeuge angekommen, dich wir kamen trotzdem ziemlich gut durch.
Während wir durch die Tür nach draußen in den Ankunftsbereich gingen, wo die Leute ihre Angehörigen abholen konnten, wünschte ich Maria einen schönen Aufenthalt, bevor ich beobachtete, wie sie lossprintete und einem blonden Mann, der etwa in ihrem Alter zu sein schien, um den Hals fiel. Ohhh, das war wirklich niedlich, zu sehen, wie die kleine Familie vereint war. Maria winkte mir noch einmal zu, dann drehte sie sich um und verließ mit ihrem Mann und den Kindern, ja, es waren plötzlich zwei, denn der blonde Mann hatte noch ein kleines Mädchen dabei, den Flughafen.
Nun war ich dran, zu suchen. Ich sah mich kurz um, wo versteckte sich diese quirlige kleine Nudel nur? Schnell fiel mir ein Schild mit meinem Namen drauf auf, was mich zum Lachen brachte. Wie niedlich, sowas fiel auch wirklich nur Nele ein, oder? Gut gelaunt ging ich zu ihr rüber. Ohne zu zögern begrüßte ich sie mit einem „Heeey“ und einem Küsschen links und rechts, so wie es bei uns üblich war. Es war wirklich verdammt lange her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben, weshalb es mich umso mehr freute, dass ich es endlich mal zu ihr nach Europa geschafft hatte. Vor uns lag sicher eine unheimlich spaßige Zeit.


Australien//Strand//(Anna)

Heute war ein guter Tag. Ein wahrlich guter Tag.
Das kannte bestimmt jeder, Tage, an denen einfach alles glatt lief. Nichts von dem, was man sich vornahm, ging schief, und selbst wenn man nicht im Sommer in der Sonne stand, durchströmten einen Wärme und Energie vom Haaransatz bis in die Fingerspitzen. Das waren Tage, an denen man ganze Gebirge bewegen konnte.
Heute war genau so ein Tag. Ein wahrlich guter Tag.
Nach allem, was in der letzten Zeit so passiert war, hatte ich so einen Tag allerdings bitter nötig. Diese ganze Beziehungskrise hatte mich wohl doch mehr mitgenommen, als ich mir anfangs hatte eingestehen wollen…
Egal, ablenken, nicht schon wieder an sie denken. Immerhin war ich heute mal wieder umgeben von vielen hübschen Mädchen, und auch ein paar coolen Typen, die mir sicherlich dabei helfen würden, mich ein bisschen abzulenken. In den Zeiten der Surfkurse auf jeden Fall.
Ich konzentrierte mich also wieder auf die Menschen vor mir, die alle ganz scharf darauf waren, sich endlich ihre Bretter zu schnappen und sich in die Brandung zu stürzen. Ich freute mich immer wieder über Menschen, denen das ganze hier so viel Spaß machte und die bereit waren, sich voll und ganz darauf einzulassen, oder sogar eine Leidenschaft für das Surfen entwickelten.
„Okay, all diejenigen von euch, die noch nie auf einem Brett gestanden haben, gehen zu Anna…“ begann ich meine Ausführungen. Anna war eine gute Freundin von mir und eine zierliche, hübsche Blondine. Wir arbeiteten schon seit Jahren zusammen, 5 um genau zu sein, hatten uns hier aber nicht kennen gelernt. Anna kam von der Westküste, also von ganz weit her. Sie hatte an einer Art Austauschprogramm mitgemacht, als sie 17 war, weshalb sie ein halbes Jahr hier im Osten gelebt hatte. Auf einer Party hatten wir und schließlich kennen gelernt, einen unheimlich lustigen Abend gehabt, und uns dann nie wiedergesehen. Naja, jedenfalls bis sie mir als die neue Surflehrerin und meine Partnerin in den Kursen vorgestellt wurde.
Ich hatte sie vor zwei Jahren außerdem mit meinem Zwillingsbruder Nate verkuppelt, weshalb sie für mich wie eine kleine Schwester war, auch wenn sie technisch gesehen 2 Tage älter war als Nate und ich. Mit ihr zu arbeiten machte unheimlich viel Spaß.
„…und alle die schon einmal hier waren oder schon surfen können, kommen zu mir“ teilte ich jedenfalls die Gruppen weiter ein.
Nachdem alles erklärt war, und die Schüler sich aufmachten in Richtung Wasser, kam Anna zu mir rüber. „Alles okay bei dir?“ wollte sie wissen. Ich nickte und lächelte sie an. “Ja klar, alles super!“ antwortete ich freundlich lächelnd.
„Sicher?“ hakte sie nach „du wirktest da eben ein bisschen abwesend… Hast du wieder an sie gedacht? An Zina?“ beim Klang dieses Namens biss ich die Zähne zusammen. Ich zwang mich zu einem Grinsen und hoffte, dass es nicht zu gequält aussah. “Wer? Ach du meinst die kleine Touristin mit den bunten Haaren?“ gab ich möglichst Machohaft zurück “Ach was, das war doch nur ein Urlaubsflirt“
Ana zog eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts mehr dazu.
Ich war mir ziemlich sicher, dass sie mein kleines durchschaut hatte. Nicht, weil es für mich so ungewöhnlich wäre, so über Mädchen zu reden mit denen ich angebandelt hatte, seit ich mich von meiner Ex getrennt hatte, sondern weil sie wusste, wie sehr mich mein Gewissen dieses Mal plagte. Das alles war wirklich nicht so gut gelaufen… „Und wieder in Gedanken… Ich lasse dich dann mal mit deinen Fantasien alleine“ meinte Anna und zwinkerte mir zu bevor sie zum Wasser lief um ihren Job zu machen. Argh ich war schon wieder abgeschweift, verdammt, Anna war wirklich gut, ich konnte nichts vor ihr verheimlichen… “Hey du kleiner Teufel, warte auf mich!“ rief ich ihr nach und lief ebenfalls zum Wasser. Die Erinnerungen von eben waren von einem Moment auf den anderen vergessen, und wurden durch einen lustigen Nachmittag ersetzt.
Heute war ein guter Tag
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Ioreth

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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Sa 2 Jun - 20:37


in Haugesund am Hafen | mit seiner Familie

Sven stand mit Gepäck und Familienmitgliedern am Dock des Hafens für das Kreuzfahrtschiff. Sie waren Mit dem Auto von Eitrheim hier her nach Haugesund gefahren, um von dort aus die große Fähre oder Kreuzfahrtschiff oder was auch immer seine Eltern dieses Mal geplant hatten nach Island zu nehmen. Warum auch immer sie nicht einfach ein Flugzeug hätten nehmen können… Aber neeeiin, seine Mutter wollte unbedingt das Auto mit nach Island nehmen um dort „mobil“ zu sein…. Es war der jährliche Familienausflug zur Verwandtschaft… und Sven war zu Tode gelangweilt.
Er hatte seine Bohse-Kopfhörer auf und hörte gerade einen Song von Hammerfall. Auf diese Kopfhörer hatte er eine ganze Weile hin gespart und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sie taten ihm nun schon seit fast einem Jahr gute Dienste, als wären sie gestern erst gekauft worden. Sie waren jedenfalls immer um seinen Hals. Ohne Musik könnte er gar nicht leben!
Eigentlich war Sven nicht gerade ein Fan von Familienausflügen, um genau zu sein fand er die Familien-Berg-Tour am allerschlimmsten davon. Doch dieses Mal war es etwas anderes. Denn er würde seinen Cousin in Island besuchen. Sie hatten eben viel gemeinsam, die beiden waren sozusagen auf einer Wellenlänge und er hing immer gerne mit ihm ab. Und da er ihn nur einmal im Jahr persönlich zu Gesicht bekam, freute er sich doch jedes Mal wenn sie nach Island fuhren. Nur war der Teil der Reise, bei der er mit seiner Familie auf einem Schiff gefesselt war, leider ein zu überwindendes Hindernis…
Es dauerte jedoch nicht lange, da kam die riesige Fähre bereits auf dem Wasser in Sicht. Svens kleine Schwester war ganz aus dem Häuschen als sie die Fähre sah, wie immer eben. Aber er empfand das nicht als nervend, sondern eher als belustigend. Was jedoch nervig sein wird, wäre die lange Fahrt auf dem Kreuzer… Island war schließlich nicht gleich um die Ecke und ein Schiff bei Weitem nicht so schnell wie ein Flugzeug… Allerdings waren gerade Ferien, von daher hatte man ja Zeit.
Die 4 köpfige Familie checkte mit ihren Tickets beim Kontrolleur am Steg ein und während Sven mit den beiden weiblichen Teilen der Familie das Schiff betrat, fuhr sein Vater das Auto auf die Lade des Schiffs.
Das Schiff war wirklich groß, doch die Zimmer recht klein. Es waren im Wahrsten Sinne Kajüten. Er teilte sich eine 2-Bett-Kajüte mit seinem Vater und seine Mutter und seine Schwester teilten sich ebenfalls ein Zimmer. Ab jetzt würden wir 3 Tage unterwegs sein mit einem Zwischenstopp auf einer größeren Insel. Färöer war ihr Name, doch Sven hatte diesen bereits vergessen. Es war ja schließlich nichts wichtiges.
Sven stellte seinen Koffer in die Ecke neben das Hochbett und kletterte anschießend auf das obere der beiden Betten, sein Vater würde sich mit dem unteren begnügen müssen, wenn er zu ihm stoßen würde, was nicht mehr allzu lange dauern sollte. Oben angekommen, streifte er sich die Schuhe von den Füßen und machte es sich bequem. Mittlerweile lief ein anderer Song aus seiner Playlist. Doch ihm war nach einem etwas andren Genre, also machte er sich etwas gutes von AC/DC an.
Sven kramte sein Handy aus der Tasche und checkte Nachrichten. Von seinem Cousin kam die Frage, wann er denn mitsamt Anhang denn in etwa ankommen würde. Sven antwortete ihm mit „in 3 Tagen…“. Sven beobachtete seinen Internetempfang am Handy während die Nachricht gesendet wurde. Der Empfang war erstaunlich gut. Ob es hier einen W-LAN Hotspot gab? Er ließ sein Handy nach Ports suchen und wurde tatsächlich fündig. 4 von 5 Balken war das oberste und der Name klang wie der des Reiseunternehmens, auch wenn er sich den Namen eigentlich nicht gemerkt hatte. Er wollte sich verbinden doch es brauchte ein Passwort…  Ob vielleicht etwas auf dem Ticket stand? Anders konnte Sven sich den Port nicht erklären und eigentlich gehörte es mittlerweile zu jedem Transportmittel, welches nicht gerade eine uralte S-Bahn war dazu, Hotspots für Kunden bereit zu stellen.
Nach einigem Überfliegen des ganzen Kleingedruckten auf dem Ticket wurde Sven doch tatsächlich fündig. Er gab das Passwort im Handy ein und er wurde verbunden.
“Yes!“ Mit W-LAN würde er sogar ein paar Handy spiele zocken können, um die Zeit tod zu schlagen.
Die Türklinke des Zimmers machte ein leises ‚Klick’, was Sven wegen seinen Kopfhörern aber nicht hören konnte, woraufhin sein Vater ins Zimmer trat. Erst durch die Bewegung, die Sven aus dem Augenwinkel wahrnahm bemerkte er ihn. Er sprach irgendetwas zu ihm, doch die Bruchstücke die Sven durch seine nicht ganz so laute Musik verstand empfand er als unwichtig, weshalb er sich gar nicht erst die Mühe machte, die Kopfhörer ab zu setzten und wandte sich wieder seinem Handy zu.
Sven bemerkte gar nicht, dass das Schiff sich nun in Gang setzte, erst als sein Blick einige Minuten später kurz aus dem Fenster wanderte, sah er, dass sie längst abgelegt hatten. Auch sein Vater hatte die Kajüte bereits wieder verlassen. Vermutlich war er zu Svens Mutter gegangen.


am Lech-Wałęsa-Flughafen in Danzig | alleine

Gefühlt alle 5 Minuten blickte ich auf meine Handyuhr, doch die Zeit wollte einfach nicht so schnell verstreichen, nur zu gut, dass es nicht mehr lange dauern sollte… Gut ich war eh etwas zu früh gekommen, aber ich wollte nicht zu spät hier am Flughafen sein. Schließlich musste ich Sorcha abholen, nicht dass sie sich hier noch verlor, nur weil sie nach mir suchte. Zurzeit konnte ich nur hoffen, dass ihr Flug nicht noch Verspätung bekam. Doch bislang stand nichts an der Anzeige und so kurz vor Schluss sollte eigentlich auch nichts mehr sein, dass der Flug sich verspäten könnte.
Doch ich spürte etwas zu viel Aufregung in mir, als eigentlich der Fall sein sollte… und es nahm langsam zu… ob das von Sorcha kam? War sie etwa gerade im Landeanflug? Er blickte auf die Tafel, tatsächlich müsste sie in maximal 10 Minuten ankommen. Mein Blick fiel auf mein Schweißarmband am Handgelenk… darunter lag das mysteriöse Mal, welches wie ein Skorpion aussah, wie mein Sternzeichen. Damals, als er Sorcha zum Gruß die Hand reichte… Sie beide waren geschockt und verwirrt. Sie bekam dasselbe Mal, an derselben Stelle… und seitdem waren komische Sachen passiert wenn sie zusammen waren… Sie haben auch längst versucht, sich diese zu erklären, doch es wurden mehr neue Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Sie beide konnten wohl froh sein, dass zufällig Niemand anderes in unmittelbarer Nähe gewesen war… wer weiß was dann passiert wäre, denn was passiert war, war eindeutig nicht wissenschaftlich erklärbar… Zumindest hatten sie beide nach Wochenlanger Recherche nicht wirklich etwas dazu finden können…
Es war ihm damals ein echter Stein vom Herzen gefallen, als er von ihr erfuhr, dass er nicht der einzige mit „Halluzinationen“ war. Plötzliches Aufkommen von Emotionen, die keinen Ursprung zu haben schienen… Wortfetzen und vereinzelte Sätze ohne Zusammenhang von einer anderen Stimme… beziehungsweise: von ihrer Stimme. Obwohl sie gar nichts gesagt hatte… Ein Glück dass ihre Freundschaft darunter nicht gelitten hatte… Wobei, vielleicht waren sie genau deshalb so gute Freunde geworden? Meine anderen Schulkameraden haben kaum bis gar keinen Kontakt zu ihren Gastfamilien gehalten…

Das kurze Knacken des Lautsprechers, welches durch die riesige Halle schallte, riss mich aus meinen Gedanken, ehe die blecherne Stimme eines Herren erklang. “Flug DH764 von Stockholm nach Danzig, ist soeben gelandet. Sie finden den Flug an Gate 3. Wir bitten alle Passagiere, welche noch nicht ihr Ticket vorgezeigt haben, sich zum Checkin zu begeben, dieser schließt in 45 Minuten.“ Ich war bereits nach der Hälfte seiner Durchsage aufgesprungen, auch wenn er diese nun noch einmal auf Englisch wiederholte. Dass musste Sorchas Flug sein!
Der Check in galt für mich ja nicht, ich wollte ja nicht fliegen, also begab ich mich gleich zu den Gates. Ich suchte mir dort eine gute Stelle mit viel Sicht, damit ich sie gleich sehen konnte und sie mich. Ich war nämlich keiner der Idioten, die ein riesiges Schild umhängen hatten… Gut, wir kannten einander ja auch, da war das zum Glück auch nicht nötig. Damals, als wir noch Schüleraustausch hatten, allerdings schon, da wurden die Austauschschüler von der Schulleitung mit mittelgroßen Schildern am Gate erwartet und von dort aus dann in einen Bus zur Schule verfrachtet, wo die ganzen Gastfamilien in der Turnhalle versammelt waren.
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BeitragThema: Re: Zodiac Signs - The Beginning   Di 5 Jun - 14:08


Polen (Danzig – Flughafen) // allein -> mit Damian

Ich konnte mich immer noch nicht entscheiden, ob ich gerne im Flugzeug war, oder nicht. Wirklich daran gewöhnen konnte ich mich allerdings noch nicht, auch wenn ich mittlerweile schon öfter so von einem Ort zum anderen kam. Und eben meistens nach hier. Polen. Lang war der Flug jedenfalls nicht wirklich. Vielleicht war auch das das Problem an der Sache. Denn mir setzte eher der Start und der Landeflug zu. Sobald wir oben in den Lüften waren, genoss ich es eher, lehnte mich zurück und entspannte oder sah aus dem Fenster. Ja, die Plätze an den Fenster waren einfach die besten.
Dem entsprechend war ich ganz froh als es hieß, dass wir endlich aussteigen konnten. Das Flugzeug stand, also alles in Ordnung. Nur noch schnell meinen Koffer einsammeln und dann Damian hier finden. Ich hatte schon eine Ahnung, wo er auf mich warten würde, holte er mich immerhin nicht zum ersten Mal hier ab.
Wie immer war natürlich alles etwas chaotisch, sodass es dauerte, bis ich an meinen Koffer kam und endlich nach Damian Ausschau hielt.
Unser erstes Treffen war nun schon einige Zeit her. Bis heute verstand ich es nicht, aber da war ich wohl nicht alleine mit. Wir beide hatten so eine Situation noch nie gehabt. Und ehrlich gesagt war ich verwundert, dass ich so ruhig geblieben bin. Klischeehaft in Filmen hätte es eher so sein müssen, dass sie laut schrie und wegrannte. Oder in Ohnmacht fiel. Aber ehrlich gesagt war es dafür alles viel zu faszinierend. Dazu verstanden Damian und sie sich einfach zu gut, dass alles drum herum ihr weniger Sorgen machte. Sie fühlte sich eher...verstanden. Das hatte sie noch nie zuvor auf diese Weise gehabt. Es war ein ganz andres Vertrauen.
Automatisch sah ich beim Laufen einmal auf mein Handgelenk. Jetzt konnte man dort im Grunde nichts mehr sehen. Aber ich wusste, was dort gewesen war. Das hatten wir uns nicht eingebildet.
Leise seufzte ich und wandte mein Blick dann nach vorne. Den Gedanken konnte ich später noch nachhängen. Jetzt wollte ich einfach nur erst mal richtig ankommen und hier mit Damian meine Semesterferien genießen!
„Hey!“, rief ich, als ich Damians braunen Schopf in der Menge erblickte. Auch wenn er nicht so auffällig in seinem Äußeren war, erkannte ich ihn in der Menschenmenge immer wieder. Und als ich vor ihm stand, stellte ich den Koffer ab, um ihn mit einer Umarmung richtig begrüßen zu können. „Schön dich zu sehen! Man, das ist schon wieder viel zu lange her.“, ich grinste leicht. Ja, seitdem mein Studium begonnen hatte, war ich etwas eingeschränkter. Aber wir schrieben zumindest immer noch regelmäßig miteinander.






Australien (Strand) // allein -> bei Ethan

Das waren die letzten Tage meines „Urlaubes“. Na ja, eigentlich war ich mehr für eine Weiterbildung hier, die mein Chef aus dem Boxverein mir bezahlt hatte...und noch immer fragte ich sich, wie er das hatte zahlen können...aber nach dem Lernen hatte ich immer noch viel Freizeit. Und wer würde das nicht nutzen? Es gab so vieles, was ich hier sehen wollte. Man kam immerhin nicht alle Tage nach Australien. Es wäre eine Schande, nur das Gebäude für die Fortbildung zu sehen. Auch wenn ich es gerne mochte, was ich dort lernte...etwas Pädagogik sozusagen. Neue Taktiken, wie ich beim Training angehen konnte. Und zusätzlich wurde ich selbst noch weiter geschult im Boxen. Das hier war wirklich wie ein 6er im Lotto für mich.
Die Zeit abends nutzte ich tatsächlich recht sinnvoll. Umgebung erkunden, Kultur kennen lernen...und nun war ich hier. Bei den Surfern.
Ich fragte mich immer noch, ob das eine gute Idee war. Ich stand schon mal auf dem Brett. Mehr schlecht als recht. Und bei mir zu Hause oder eher gesagt in der Nähe von meinem Zuhause war das sicher auch anders als hier. Das Meer war ein anderes, das hatte ich schon gelernt. Aber ich würde irgendwie damit klar kommen. Und obwohl ich hier schon ein Weilchen stand, kam ich mit den anderen Schülern noch nicht so recht ins Gespräch. Keine Ahnung woran das genau lag. Sonst hatte ich weniger Probleme mit so etwas.
„Okay, all diejenigen von euch, die noch nie auf einem Brett gestanden haben, gehen zu Anna…“, hörte ich den Surflehrer schließlich sagen. „…und alle die schon einmal hier waren oder schon surfen können, kommen zu mir“
Ich sah zu dieser Anna, dann zu dem jungen Mann. Ehrlich gesagt wusste ich gerade nicht so recht, wo ich mich zuordnen sollte. Die junge hübsche Frau war sicher eine gute Lehrerin. Aber ich befürchtete eher, mich da etwas zu langweilen. Immerhin hatte er ja gesagt, wer noch nie auf einem Brett gestanden hatte, oder? Und ich hatte das schon. Ein...oder zwei mal. Na ja… „gestanden“ war auch vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Aber ich hatte mich etwas auf dem Brett gehalten. Also entschied ich mich, zu dem Kerl zu gehen.
„Hi.“ Ich nickte ihm freundlich zu. Immerhin würde ich heute sicher noch ein paar mehr Worte mit ihm wechseln. Da sollte man höflich sein. Und sich vorstellen! „Ich bin Senyo. Freut mich.“, meinte ich dann breit grinsend.
Mein Englisch war nicht schlecht. Jedenfalls ging ich davon aus, dass er mich verstand. Aber viel konnte man auch nicht falsch verstehen, wenn man sich nur kurz und knapp vorstellte, oder?

_________________
Oh, in den Gassen wie Ratten im Schatten,
In Schmutz und in Schande geboren
Sind wir Verfluchten, die nie etwas hatten,
Der Abschaum verlorener Ehr´
Ein jeder von uns hat die Hälfte des Lebens
Gehustet, gehungert, gefroren,
Ein jeder von uns, oh, der flehte vergebens,
Der Teufel war hinter uns her,
Ja der Teufel war hinter uns her.

-Versengold; In Schmutz und in Schande-
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